Ein Museum für den Liang-Sicheng-Architekturpreis
Am 20. März 2026 wurde das erste Museum rund um den Liang-Sicheng-Preis in China eröffnet. Damit wird der renommierteste chinesische Architekturpreis fortan in einer Dauerausstellung präsentiert.
Ausstellungsort ist ein Bau unmittelbar neben dem ehemaligen Wohnhaus von Liang Sicheng und seiner Frau Lin Huiyin in Lizhuang in der Provinz Sichuan, wo das Paar aus Peking kommend während des Zweiten Sino-Japanischen Krieges (1937–45) Zuflucht fand. Liang und Lin studierten beide in den 1920er-Jahren Architektur an der University of Pennsylvania und zählen heute zu den bedeutendsten Vertreter:innen der chinesischen Architektur, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in China unter anderem um den Erhalt historischer Bauten verdient gemacht haben.
Auf einer Ausstellungsfläche von 500 Quadratmetern werden im neu geschaffenen Museum Lebensläufe und preisgekrönte Werke aller Preistragenden gezeigt. Der Preis wird alle zwei Jahre durch die Architectural Society of China (ASC) vergeben und durch die Union Internationale des Architectes (UIA) gefördert. Bis heute wurden weltweit insgesamt 27 herausragende Vertreter:innen aus den Bereichen Architektur sowie Architekturtheorie und -lehre mit dem Preis ausgezeichnet. Meinhard von Gerkan, Gründungspartner von gmp, erhielt 2019 den 9. Liang-Sicheng-Preis und war damit der erste Architekt außerhalb Asiens, dem diese Ehre zuteilwurde. Sein repräsentatives Werk – das Chinesische Nationalmuseum – wird in der Ausstellung in Form von Bildern, Modellen und Videos präsentiert.